Letzte Aktualisierung: 18. Juli  2015 PK

Zur offiziellen Seite der deutschsprachigen Jesuitenprovinzen
 
Autor dieser Seite: Peter Knauer SJ



SJ-Logo

Die 

»Gesellschaft Jesu«

        


• • • • • • • • • • • • • •

Inhaltsübersicht

          

Über den Orden Literatur zu Ignatius und dem Jesuitenorden Karte: Niederlassungen der deutschsprachigen Provinzen

Links

Kontaktadresse

Zum konkreten Kennenlernen

     

Beginn

• • • • • • • • • • • • • •

Über den Orden


Die »Gesellschaft Jesu« ist ein Orden der katholischen Kirche. Er wurde im Jahr 1540 gegründet.

Orden sind Lebensgemeinschaften von Menschen, die im Dienst für das Volk Gottes ehelos bleiben, in persönlicher Anspruchslosigkeit und Gütergemeinschaft leben wollen und für Aufträge innerhalb der Zielsetzung ihrer Gemeinschaft Gehorsam geloben.


Beginn
          

• • • • • • • • • • • • • •

Der Name

Vignette: »Nur in diesem einen Namen ist Heil gewiß« Die meisten Ordensgemeinschaften werden nach ihren Gründern benannt. Der Ordensname der Jesuiten lautet jedoch »Gesellschaft Jesu (Societas Jesu)«. Was hat es mit diesem Namen auf sich? Die Gruppe der Gründer um Ignatius von Loyola (1491–1556) hatte sich ursprünglich an der Universität von Paris zusammengefunden. Sie waren ein Freundeskreis von Theologiestudenten, die aus mehreren Nationen stammten. Den Namen »Gesellschaft Jesu« wählten sie für ihre Gruppe, noch bevor sie einen Orden gründen wollten. Sie wollten damit an das Grundverständnis von Christsein überhaupt und von Kirche erinnern und ihre Absicht ausdrücken, sich für dieses Verständnis einzusetzen. Sie beriefen sich auf 1 Kor 1,9: »Treu ist Gott, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft mit seinem Sohn, Jesus Christus unserem Herrn (Fidelis Deus per quem vocati estis in societatem Filii eius Jesu Christi Domini nostri).«

Dieses Schriftwort faßt den ganzen christlichen Glauben zusammen und bezieht sich auf überhaupt alle Glaubenden. An Jesus Christus als den Sohn Gottes glauben bedeutet, aufgrund seines Wortes sich und die ganze Welt in die Liebe des Vaters zu ihm als dem Sohn aufgenommen zu wissen. Aus diesem Verständnis lebt man nicht mehr aus der Angst um sich selber und wird so zu uneigennützigem Handeln befreit. Der Name »Gesellschaft Jesu« drückt aus, daß es um Entfaltung und Weitergabe dieses Glaubensverständnisses geht: Christsein heißt zusammen mit Jesus vor Gott stehen und von seinem Geist erfüllt sein.


Beginn
            

• • • • • • • • • • • • • •

Das Verständnis

Die Unterschrift von Ignatius
 

Dem entspricht die Maxime des Ordens: »Alles zu größerer Ehre Gottes (Omnia ad maiorem Dei gloriam)«. Worin jeweils Gottes größere Ehre besteht, danach muß man bei allem immer neu suchen. Der Glaube stellt nicht nur einen religiösen Sektor des Lebens neben anderen Sektoren dar. Nicht nur im Gebet, sondern auch in jeder Arbeit und überhaupt in allem, was man aus der Geborgenheit in der Gemeinschaft mit Gott tut, kann man dankbar vor Gott und in vertrauensvoller Zuwendung zu seiner Schöpfung leben. Dieses befreiende und alles umfassende Verständnis nannte Ignatius: »In allen Dingen Gott unseren Herrn finden« oder »sich Gottes unseres Herrn freuen«. In der Steigerungsform »zu größerer Ehre Gottes« geht es darum, dass  Gottes Ehre in allem den Vorrang hat, und zugleich um die immer neue Suche nach dem jeweils Bestmöglichen, die Entfaltung aller menschlichen Fähigkeiten zu diesem Ziel.

In der Bezeugung des so verstandenen Glaubens für alle Kulturen wie auch im interreligiösen Gespräch ist es Ziel des Ordens, in weltweitem Verbund der Gerechtigkeit und dem Frieden unter den Menschen zu dienen.
 

Ignatius v. Loyola: Skulptur nach der Totenmaske, von Juan Martínez Montáñez (1568-1649) Vermächtnis des hl. Ignatius für den Orden sind die »Geistlichen Übungen« (Exerzitien). Sie sind eines der fruchtbarsten Werkzeuge der Gesellschaft Jesu in der Seelsorge. Sie dienen zur Vertiefung des  Glaubensverständnisses. Man übt in ihnen die Betrachtung der »Geheimnisse des Lebens Jesu Christi« aus der Heiligen Schrift, und im Hinblick darauf sucht man zu lernen, glaubensgemäße Lebens- und Alltagsentscheidungen zu treffen. Eine Hilfe dazu bieten die ignatianischen Regeln der »Unterscheidung der Geister«.

Der Orden führt seine Existenz auf Gottes Berufung zurück. Deshalb hofft er, dass auch in unserer Zeit junge Menschen ein solches gemeinschaftliches Lebensziel als ihre Berufung erfahren werden. Eine Berufung ist daran zu erkennen, dass jemand die erforderliche Begabung empfangen hat und diesen Weg mit sachgemäßen Motiven wählen kann.


Beginn
          

• • • • • • • • • • • • • •

Die Aufgaben

Siegel von Ignatius von Loyola als Generaloberer: »Sigillum Praepositi Societatis Iesu« Die Gesellschaft Jesu bietet sich für Sendungen innerhalb der genannten Zielsetzung dem Papst an. Als eine internationale Gemeinschaft will sie der gesamten Kirche dienen. Sie verspricht in einem eigenen Gelübde, sich überallhin senden zu lassen, wohin der Papst es für notwendig hält.

Unter Gehorsam versteht die Gesellschaft Jesu, dass jeder seinen Verstand und alle Kreativität einsetzt, um Aufträgen des Papstes oder der Ordensoberen mit Umsicht und gemäß ihrem Sinn gerecht zu werden. »Blind« soll der Gehorsam nur gegenüber falschem Eigenwillen und Eigennutz sein.

Seit je hat sich der Orden in der Bildungsarbeit durch Schulen und Universitäten eingesetzt, in den Missionen, in der Pfarrseelsorge, speziell in der Kinder- und Jugendseelsorge, und im Dienst an Kranken und Notleidenden. Gegenwärtig ist auch die Hilfe für Flüchtlinge eines seiner Hauptanliegen. Es geht der Gesellschaft Jesu um diejenigen Aufgaben in der Welt, deren Erfüllung jeweils am dringendsten und notwendigsten erscheint. In der theologischen Reflexion sieht sie eine entscheidende Voraussetzung für die Erneuerung der Kirche.

Die Gesellschaft Jesu umfasst nicht nur Priester und Studierende, sondern auch Brüder, die in handwerklichen, pflegerischen, pädagogischen, künstlerischen, administrativen oder anderen Berufen dem gleichen Ziel dienen und an der gleichen apostolischen Sendung teilhaben.


Beginn
             

• • • • • • • • • • • • • •

Weltweit


Die Gesellschaft Jesu hat Niederlassungen in 124 Ländern. Am 1.1.2015 betrug die Gesamtzahl der Mitglieder in 77 Provinzen 16740 (davon 11986 Priester, 2733 Studierende, 1268 Brüder sowie 753 Novizen).

Die Deutsche Provinz hatte 2014 375 Mitglieder (325 Priester, 27 Studierende, davon 8 Novizen, 23 Brüder).

Die Östereichische Provinz hatte 73 Mitglieder (62 Priester, 5 Studierende, davon 1  Novize, 6 Brüder, davon 1 Novize).

Die Schweizer Provinz hatte 59 Mitglieder (46 Priester, 4 Studierende, davon 2 Novizen, 9 Brüder).
 



IHSOUS         
Das IHS in dem Emblem am Anfang dieser Seite sowie auf der Vignette und auf dem Siegel von Ignatius von Loyola besteht aus den ersten zwei Buchstaben und dem letzten des in griechischen Majuskeln geschriebenen Namens Jesus (statt des griechischen Buchstabens Sigma steht dann doch das lateinische S).

 
   
 
Beginn
 

• • • • • • • • • • • •

Literatur zu Ignatius und dem Jesuitenorden

Beginn

• • • • • • • • • • • •

Ursprungstexte




Ignatius von Loyola

Briefe und Unterweisungen
Übersetzt von Peter Knauer
XXXII + 996 S., gebunden.
Deutsche Werkausgabe Bd. 1
Würzburg: Echter 1993
ISBN 3-429-01530-8
    Das ignatianische Briefcorpus umfasst 6815 Briefe. Davon wurden hier 400 Briefe übersetzt. Sie geben einen Einblick in die Weite und thematische Verschiedenheit dieser Korrespondenz.


Ignatius von Loyola
Gründungstexte der Gesellschaft Jesu
XXXII + 976 S., gebunden.
Deutsche Werkausgabe Bd. 2 
Würzburg: Echter 1998
ISBN 3-429-01957-5
    Der Band umfasst u. a.: 
    Bericht des Pilgers,
    Geistliche Übungen
    Formulae Instituti,
    Satzungen und Regeln der Gesellschaft Jesu.


Ignatius von Loyola 
Geistliche Übungen
nach dem spanischen Autograph
übersetzt von Peter Knauer SJ
Würzburg: Echter 2015 
ISBN 978-3-429-03035-3 (Pappband mit Schutzumschlag)
ISBN 978-3-429-03036-0 (Kunstleder) 
 
    Als »Autograph« wird eine Abschrift der »Geistlichen Übungen« bezeichnet, die von Ignatius selbst handschriftlich korrigiert wurde. 
    Die Ausgabe ist mit einer ausführlichen Einleitung versehen und bietet am Rand Parallelverweise innerhalb des Textes.


Ignatius von Loyola
Der Bericht des Pilgers
Übersetzt und kommentiert von Peter Knauer SJ
220 S., gebunden.
Würzburg: Echter 2015
ISBN 3-429-03807-6 (Print); 978-3-429-04797-9 (PDF); 978-3-429-06213-2 (ePub).
    Im »Bericht des Pilgers« hat Ignatius seine Lebensgeschichte erzählt. Es handelt sich zugleich um eine der Hauptquellen zur Entstehung des Buchs der »Geistlichen Übungen« und seiner »Regeln zur Unterscheidung der Geister«.
   Beginn

• • • • • • • • • • • •

Historische Darstellungen



Ignacio Tellechea,
Ignatius von Loyola - Allein und zu Fuß,
416 S., Paperback
Benziger ³1998, ISBN 3-545-70002-X
(Nicht mehr im Buchhandel)

    Hervorragende, spannend zu lesende Biographie.


Candido de Dalmases, 
Ignatius von Loyola
Versuch einer Gesamtbiographie des Gründers der Jesuiten
Aus d. Span. v. Pia Fessler
(Grosse Gestalten des Glaubens, 00004)
Neue Stadt, 2. Aufl. 1991
304 S. - 21 x 13 cm. - Gebunden
ISBN 978-3-87996-679-0 
€ 22,00.
    Zuverlässige Biographie, genaue Quellenbenutzung.


Ignatius von Loyola und die Gesellschaft Jesu (1491-1556)
Hrsg. v. Andreas Falkner / Paul Imhof
Würzburg, Echter, 1990
488 S., 89 farb. u. 108 schw.-w. Abb. Leinen im Schuber
ISBN 3-429-01326-7
(Nicht mehr im Buchhandel) 

    Reichhaltige Sammlung von Aufsätzen und Dokumenten zu Einzelaspekten; viele zeitgenössische Illustrationen.


Peter Knauer
Hinführung zu Ignatius von Loyola
 
Freiburg-Basel-Wien, 2006
192 S. - 19,80 x 11,90 cm. - Kartoniert.
ISBN-13: 978-3-451-29055-8; ISBN-10: 3-451-29055-3
(Nicht mehr im Buchhandel)
Als E-Book Bestellnr. 4331633, ISBN 978-3-451-33163-3
    Darstellung seiner grundlegenden geistlichen Einsichten.


John O´Malley,
Die ersten Jesuiten 
(aus dem engl. von Klaus Mertes),
504 S. - 22,5 x 14 cm. - Gebunden
Würzburg, Echter 1995, 
ISBN 3-429-01724-6
(Nicht mehr im Buchhandel)

    Gründer der Gesellschaft Jesu war nicht Ignatius allein;
    er war vielmehr ein Meister der Teamarbeit.
    Dieses Buch behandelt die gemeinsamen Erfahrungen der Gründungszeit.

 
Beginn

• • • • • • • • • • • •

Gesellschaft Jesu heute




Stefan Kiechle, Clemens Maaß,
Der Jesuitenorden heute
184 S. - 18 x 10,8 cm. - Broschürt
Topos Grünewald: Mainz 2000, 2. Aufl. 2001. 3-7876-8328-4, € 8,90.
Information über Jesuiten im deutschsprachigen Raum und weltweite Aufgaben.


Beginn
 • • • • • • • • • • • • Weitere Literatur zur ignatianischen Spiritualität


Beginn

• • • • • • • • • • • •

Karte: Niederlassungen
der deutschsprachigen Jesuitenprovinzen




                                                   



 Beginn

• • • • • • • • • • • •

Links


Jesuitenkommunität Sankt Georgen

Weiteres über den Orden
aus der Homepage des Canisius-Kollegs Berlin

Die Gesellschaft Jesu
in den deutschsprachigen Provinzen

Ignatius von Loyola (1491-1556):
Gott finden in allen Dingen

Den Verstand abgeben? 
Ignatius von Loyola über Sehen und Glauben

Gemeinsame Klugheit
oder: Wie kommt man zu guten Entscheidungen?
in der Sicht von Ignatius von Loyola

Beginn
 

• • • • • • • • • • • •

Länder und Werke


Jesuit Curia (Rome)
Jesuit resources on the WorldWideWeb
Archivum Historicum Societatis Iesu
Jesuit Refugee Service (JRS)
Missionsprokur der deutschen Jesuiten
Jesuit vocation
Jesuits in Science

 

Jesuiten Europa
Jésuites (Frankreich)
Jezuïeten (Niederlande / Flandern)
Jesuits (England / Irland)
Jesuitorden (Schweden)
Jesuiter (Dänemark)
Jesuit (Tschechien)
Jesuitas (Spanien)
Gesuiti (Italien)
Jesuítas (Portugal)
Jezuici (Polen)

 

Jesuits (USA)
Jésuites (fr. Kanada)

 

Loyola University and the Jesuits

"Company" Magazin of American Jesuits

Mission and Interreligous Dialogue

El Salvador ten years later

Foyer Catholique Européen/ OCIPE

Stimmen der Zeit
CANISIUS - Mitteilungen der dt. Jesuiten
Pfarrei St. Michael Göttingen
Aloisiuskolleg / Bonn - Bad Godesberg
Canisius-Kolleg / Berlin
Kolleg St. Blasien
St. Benno - Gymnasium / Dresden
Loyola-Gymnasium Prizren / Kosovo
KHG Frankfurt am Main
Kathedralforum Dresden

 

Exerzitien im Alltag
Nach Orten der Gottesbegegnung suchen  
An online Retreat / Online Ministries
Exerzitien online
Notre Dame du Web
Daily Prayer On-line
Exerzitienhäuser in Europa
Haus Hoheneichen Dresden

Gemeinschaft Christlichen Lebens
Jesuit European Volunteers
Altschülervereinigung weltweit
Altschüler Deutschland
Ärzte für die Dritte Welt

Beginn
 

• • • • • • • • • • • •

Akademische Institutionen


Jesuiten-Universitäten / -Institute weltweit

 

Hochschule für Philosophie (München)
Kath.-Theol. Fakultät (Innsbruck)
Pontificia Università Gregoriana (Rom)
Pontificio Istituto Biblico (Rom)
Aloisianum (Bratislava)
Lumen Vitae (Bruxelles)
Institut d'Études Théologiques (Bruxelles)
Heythrop College (London)
The Milltown Institute of Theol. and Phil. (Dublin)
Pontificia Universidad Comillas (Madrid)
Universidad de Deusto (Bilbao)
Faculdade de Filosofia (Braga)
Centro de Estud. Sup. (Belo Horizonte)
Univ. Iberoamericana (México, D.F.)
Boston College
Weston Jesuit School of Theology
Sophia University (Tokyo)
        
 


Beginn

• • • • • • • • • • • •

Kontaktadresse


Blattert Clemens
Tiergartenstraße 30/31
10785 Berlin
Tel 030 26481-205

eMail: <berufung@jesuiten.org>


Beginn

• • • • • • • • • • • •

Zum konkreten Kennenlernen


 

[Zurück zum Seitenbeginn]